Der Evensong – das vielstimmig gesungene Abendlob – entstammt der Tradition der anglikanischen Liturgie, seine Wurzeln liegen jedoch im monastischen Stundengebet.


„Even“ meint einerseits den Abend, als „Zeit, die-nach-dem-Tag-ist“.
Zugleich steckt in dem Wort aber auch das Bild der Ebene – und meint damit das „Ausgleichende“, das die Dinge ins Gleichgewicht bringt und Frieden macht mit dem, was gewesen ist.


In der anglikanischen Kirche entstand aus Elementen von Abend- und Nachtgebet der Kirche (Vesper und Komplet) die Form des „Evening Prayer“. Diese Abendliturgie entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter und ist maßgeblich geprägt durch ein reiches Spektrum musikalischer Gestaltungsmöglichkeiten.


Heute erklingt das gesungene Abendgebet fast täglich in vielen großen Kathedralen Englands und den traditionsreichen Colleges wie Oxford und Cambridge, gestaltet als „Choral Evensong“ unter Mitwirkung von berühmten Chören und Vokalensembles.


Seit einiger Zeit wird der Evensong auch in der katholischen Kirche immer häufiger und gerne gefeiert. So treffen sich auch die Chöre von Herz-Jesu Feldmark, St. Aloysius Bergerfurth, St. Johannes Bislich und St. Marien Flüren neben den je eigenen musikalischen Aufgaben an ihren Heimatkirchen mittlerweile regelmäßig im Advent und in der Fastenzeit zur gemeinsamen musikalischen Gestaltung des Evensongs. Den etwa 90 Choristen, dem Vorsteher (Pfarrer Stefan Sühling) und der mitfeiernden Gemeinde kommen dabei jeweils eigene liturgische Rollen zu.

Der letzte Evensong unter dem Titel "DIE ERDE VERWANDELN" fand statt am  19. März 2017 um 18:00 Uhr in St. Johannes Bislich.

Den nächsten Evensong werden die Chöre in der vorweihnachtlichen Zeit feiern.

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